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Bis in drei Jahren erste Liga spielen

GEA - VON FRANK PLEYER

GEA - VON FRANK PLEYER

TuS stellt Leistungssport-Konzeption mit Zehn-Jahres-Plan vor - Hauswirth sagt Unterstützung zu.

Frauenhandball-Zweitligist TuS Metzingen hat ehrgeizige Ziele für das nächste Jahrzehnt formuliert: Die Leistungssport-Konzeption, die Handball-Chef Andreas Baumgärtner am Montagabend vor Sponsoren und Helfern präsentierte, sieht unter anderem den Erstliga-Aufstieg in den nächsten Jahren sowie die Etablierung eines Leistungssportzentrums in der Sieben-Keltern-Stadt vor.   
Für das Ideen-Gebäude wurde der Titel gewählt: »Der Weg vom Hinterbänkler in die erste Reihe.« Baumgärtner geht davon aus, dass sich die Pläne bei entsprechender finanzieller und personeller Ausstattung auch umsetzen lassen. Er sei überzeugt, »dass das Potenzial hier vorhanden ist«, erklärte er. Rückhalt erhielt der Klub von Dieter Hauswirth, der sich von dem »Leitbild«, wie er den Plan nannte, beeindruckt zeigte. Der Oberbürgermeister betonte im Namen der Stadt, »dass Sie uns an Ihrer Seite haben«.

»Wir wollen uns in der ersten Liga etablieren«

Das TuS-Leistungssportkonzept, das rund ein Dutzend Personen Ende Mai in Tailfingen ausgearbeitet haben, trägt die Handschrift von Trainer Jochen Griesmeier, der nun auch als Sportlicher Leiter fungieren wird. Vorgesehen ist eine enge Kooperation mit Stadt, Schule, Verbänden, Arbeitgebern und anderen Klubs, aber auch ein Scouting-System sowie betreutes Wohnen der (Nachwuchs-)Spielerinnen. Denn man will einen leistungsstarken Unterbau des Zweitliga-Teams auf den Weg zu bringen. Die TuS bekennt sich nun zu einem Zehn-Jahres-Plan. Dieser sieht vor, dass in den nächsten zwei bis drei Jahren der Aufstieg in die Bundesliga geschafft wird. Baumgärtner: »Wir wollen aber nicht nur eine Saison zum Oberhaus gehören, sondern uns dort etablieren.« Da ist von der Steigerung der Trainingseinheiten von derzeit vier Mal die Woche auf neun Mal (für den Fall des Erstliga-Aufstiegs) die Rede, von einer ständig vollbesetzten Öschhalle bei Punktspielen, von angestrebten Kooperationen - etwa mit der Leichtathletik. Auch wird die Förderung junger Talente in Trainingsgruppen und die Image-Pflege des Klubs thematisiert: durch Nähe zu Fans und Sponsoren, Autogramm-Stunden oder Präsentationen an Schulfesten soll »eine Marke aufgebaut werden«. Zudem ist mittelfristig die Gründung einer Stiftung angedacht, deren Zins-Erträge zur Finanzierung des Jugend-Bereichs aufgewendet werden sollen.

Die Hinzuziehung eines Sponsors in den Vereinsnamen, wie es Erstligist Provital Blomberg in der vergangenen Saison vorgemacht hat, ist keineswegs ausgeschlossen. Die ganze Konzeption hängt maßgeblich von der Qualität der Trainer ab. Daher begrüßt es Griesmeier, dass Neuzugang Urszula Lipska die C-Jugend trainiert oder die frühere TuS-Akteurin Sylvia Leis vertretungsweise Trainingsstunden übernimmt.

»Man merkt, dass es hier voran geht«

Dazu gehört es auch, dass die Zweitliga-Mannschaft wieder einen Torwart-Trainer für den abgewanderten Klaus Stoll erhält. Bis ein dauerhafter Nachfolger gefunden ist, übernimmt der Herrenberger Roy Bien diese Aufgabe. Griesmeier: »Er ist eine Klasse-Lösung.«

Offen ist allerdings noch die Kosten-Frage der gesamten Konzeption. »Dazu sind wir noch nicht gekommen«, erklärte Baumgärtner. Der Umfang der erforderlichen Mittel soll in den nächsten Monaten errechnet werden, um dann mögliche Sponsoren anzusprechen. Natürlich brauche man eine solide Finanzierung und gefestigte Strukturen, weiß der TuS-Handball-Chef.

Die Zweitliga-Spielerinnen, denen die Pläne ebenfalls vorgestellt wurden, sind davon angetan. »Man merkt, dass es voran geht. Um ein Beispiel zu nennen: Wir haben jetzt schon unsere Trikots. Das war nicht immer so«, sagt Patricia Stefani, die mit dem Klub in den vergangenen Jahren durch alle Höhen und Tiefen gegangen ist und einen positiven Wandel ausgemacht hat. (GEA)



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Jochen Griesmeier

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