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Überraschungscoup beim 17. LOTTO-Cup: Zwickau besiegt Sindelfingen im Siebenmeterwerfen

Pressemitteilung Veranstalter - Paul Herbinger - 1.9.2008

Pressemitteilung Veranstalter - Paul Herbinger - 1.9.2008

Das kurioseste Endspiel in der 17-jährigen Geschichte des LOTTO-Cups in Ludwigsburg der Handballdamen endete mit dem Sieg des BSV Sachsen Zwickau. Sindelfingen hatte schon begonnen auf dem Parkett den Sieg zu feiern, als Carlon Büchl einen noch ausstehenden direkten Freiwurf zum 14:14 in die Maschen beförderte und so die Aufholjagd, die Zwickau nach dem 7:13 gestartet hatte, krönte. Zwickau gewann das anschließende Siebenmeterwerfen und feierte nun seinerseits den Pokalsieg. Im Halbfinale hatte sich Zwickau mit 21:15 gegen Weibern durchgesetzt, Sindelfingen schlug Greven mit 16:14.

Der Zweitligist lag im Finale gegen seinen Ligakonkurrenten VfL Sindelfingen wenige Minuten vor dem Ende schon scheinbar aussichtslos mit 7:13 zurück. „Sifi“, der Turnierfavorit schaltete angesichts seiner Überlegenheit einen Gang zurück, ermöglichte so Zwickau eine Aufholjagd, die 15 Sekunden vor dem Ende den 14:13 Anschlusstreffer brachte. Mehr schien für die Sachsen nicht drin. Unmittelbar vor dem Abpfiff unterlief Sindelfingen aber ein Schrittfehler. Bevor der daraus resultierende Freiwurf für Zwickau ordnungsgemäß ausgeführt werden konnte, war die Spielzeit abgelaufen und „Sifi“ feierte den Turniersieg.

Den noch für Zwickau anstehenden Freiwurf hatte der VfL nicht mehr auf der Rechnung. Zwickaus Carolin Büchel schon. Sie feuerte den Ball aus 25 Metern über die jubelnden Sindelfingerinnen ins Tor – Ausgleich! Im fälligen Siebenmeterwerfen entglitt der schon sicher geglaubte Turniersieg den Schwäbinnen vollends. Zwickau versenkte die ersten vier Strafwürfe, Sindelfingen vergab zwei. Damit gehörte der LOTTO-Cup erstmals dem BSV Sachsen Zwickau dessen Spielerinnen den Überraschungscoup ausgelassen feierten.

Acht Zweitligisten im Viertelfinale

Sechzehn Mannschaften aus drei Ländern hatten am Sonntag, 31.8., bei tropischen Temperaturen den Kampf um den LOTTO-Cup aufgenommen. Darunter immerhin acht deutsche Zweit-Bundesligisten, die sich auch alle für das Viertelfinale qualifizierten. Überraschend bezwang in der Runde der letzten Acht der SC Greven 09 den Titelverteidiger SV Allensbach mit 15:14. Für die mit ihren drei Junioren-Weltmeisterinnen Marlene Zapf, Elli Garcia-Almendaris und Friederike Gubernaitis angetretene TSG Ketsch kam gegen die TuS Weibern das Aus (12:16). Im schwäbischen Duell hatte Sindelfingen alle Hände voll zu tun, um die von Spiel zu Spiel stärker werdenden „Hornets“ des TV Nellingen 13:12 zu bezwingen. Zwickau ließ mit einem deutlichen 18:12 gegen LOTTO-Cup-Rekordgewinner Metzingen aufhorchen.

Damit kam es im Halbfinale zu den Duellen Sindelfingen gegen Greven und Zwickau gegen Weibern. Lange sah es so aus, als könne Greven die Sindelfingerinnen überraschen. Aber nach einem 10:12-Rückstand machten die VfL-Asse um Maja Sommerlund (Dänemark) und Anna Galinskaja (Weißrussland) ernst und sorgten für den 16:14-Sieg. In der zweiten Halbfinalpartie war Zwickau gegen Weibern klar überlegen. Nach dem Motto „eine Stein kommt selten allein“ legte Zwickaus Flügelzange Nadine und Claudia Stein Weiberns Torfrauen einen Ball nach dem anderen ins Netz und stellte die Weichen für den 21:15-Sieg und den Einzug ins ebenso denkwürdige wie kuriose Endspiel des LOTTO-Cup.

Pech hatte Sindelfingen nicht nur im unglücklich verlorenen Endspiel. Bereits in der Vorrunde schied die aus Blomberg gekommenen Cassandra Engel mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung aus. Ein Verlust, der Trainer Jörg Plankenhorn mehr schmerzte als der leichtfertig verspielte Turniersieg. Überglücklich dagegen Zwickaus Coach Steffen Wohlrab. Das dem Turnier vorausgegangene Trainingslager in Ludwigsburg hatte offensichtlich gute Früchte getragen. Körperlich hatte Zwickau in allen Partien in der Schlussphase etwas zuzusetzen. Sein Fazit nach dem LOTTO-Cup 2008: "Ein tolles Turnier bei dem eine ganze Reihe von Mannschaften stark aufspielten. Von den ersten sechs, sieben Teams hätte jede das Zug zum Sieg gehabt. Dass am Ende wir diese hochklassige, hervorragend organisierte Veranstaltung gewinnen konnten, freut mich ganz besonders."

Vorrundenergebnisse:

Gruppe A:
1. VfL Sindelfingen 6:0 Punkte, 2. TuS Weibern 4:2, 3. LK Zug 2:4, 4. ESV Regensburg 0:6.

Gruppe B:
1. SC Greven 09 6:0, 2. TV Nellingen 4:2, 3. TV Idstein 2:4, 4. TSV St. Otmar St. Gallen 0:6

Gruppe C:
1. BSV Sachsen Zwickau 6:0, 2. SV Allensbach 4:2, 3. HC MGT BW Feldkirch 1:5, 4. SG BBM Bietigheim 1:5

Gruppe D:
1. TSG Ketsch 6:0, TuS Metzingen 4:2, McDonald’s Wiener Neustadt 2:4, TV Möglingen 0:6

Trostrunde:
Idstein – Feldkirch 18:11, Zug – Wiener Neustadt 13:11 n.V., Finale Idstein – Zug 20:16

Viertelfinale:
Sindelfingen – Nellingen 13:12
Greven – Allensbach 15:14
Zwickau – Metzingen 18:12
Ketsch – Weibern 12:16

Halbfinale:
Sindelfingen – Greven 16:14
Zwickau – Weibern 21:15

Endspiel:
Sindelfingen – Zwickau 16:18 nach 7 m-Werfen


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Jochen Griesmeier

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