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TuS-Umfeld im Blickpunkt
Jochen Griesmeier zieht Zwischenbilanz.

Wollen beide Torjägerinnen halten

Interview mit Metzingens Trainer.
Halbzeit in der zweiten Handball-Bundesliga, die Metzinger Frauen liegen auf keinem Play-off-Platz, doch er ist in Reichweite. Für Trainer Jochen Griesmeier fällt die bisherige Bilanz positiv aus, wie er im Gespräch mit GEA-Redakteur Frank Pleyer unterstreicht. »Dieses Spiel ist die richtig große Herausforderung«, sagt TuS-Trainer Jochen Griesmeier vor dem württembergischen Derby am Samstag (19.30, Öschhalle) gegen den TV Nellingen.   
GEA: Nach der Vorrunde belegt die TuS Metzingen Platz sechs mit 12:10 Punkten. Können Sie damit leben?

Jochen Griesmeier: Ja, der Eindruck ist positiv. Es lief zwar anfangs etwas holprig und es wäre ein bisschen mehr möglich gewesen, aber ich habe keinen Grund, unzufrieden zu sein, denn es ging mit der Entwicklung der Mannschaft vorwärts. Das ist das Wichtigste.

In der Rückrunde muss sowohl zu Hause wie auch auswärts mehr herausspringen, wenn es mit den Play-offs klappen soll.

Griesmeier: Da ist noch Luft nach oben. Es hat immer Spiele gegeben, in denen wir dran waren, aber die Chance nicht genutzt haben. Hinzu kamen Rückschläge wie in Mainzlar. Man hat gemerkt, dass die Mannschaft in Stress-Situationen noch nicht die Konstanz hat, um ihr Spiel durchzubringen, auch wenn das Team inzwischen stabiler geworden ist.

»Ich gehe davon aus, dass wir sportlich und konditionell besser werden«

Vieles deutet darauf hin, dass die Entscheidung über einen Play-off-Platz erst am letzten Spieltag fällt. Da muss Metzingen in Weibern antreten. Zudem könnte sich angesichts des kleinen Kaders der Kräfteverschleiß negativ auswirken.

Griesmeier: Ich sehe überhaupt kein Problem mit dem Spielplan, sondern hoffe, dass die Entscheidung vor der letzten Partie bereits gefallen ist. Und zur körperlichen Verfassung: Weiberns Trainer Jan Reuland hat am Samstag hervorgehoben, dass unsere Mannschaft seinem Team in puncto Fitness überlegen war. Ich sehe uns nicht am Ende der Entwicklung und gehe davon aus, dass wir im weiteren Verlauf sportlich und konditionell besser werden.

Sie wollen nach Anika Kuhlmanns Rückkehr mit drei Torhüterinnen agieren. Ist die junge Tanja Noppel dann weiter die erste Wahl?

Griesmeier: Es besteht überhaupt kein Grund, etwas zu ändern, zumal Tanja gegen Weibern gut gespielt hat. Anika braucht nach ihrer Rückkehr noch Zeit, bis sie wieder die Alte ist. Danach wird dann von Spiel zu Spiel entschieden, wer spielt. Zudem wird es Situationen geben, in denen Anika oder Silvia Mann-Kundt aus beruflichen Gründen im Training fehlen, so dass sich die Aufstellung oft von selbst regelt.

Die Vertrags-Gespräche mit den Spielerinnen laufen. Befürchten Sie, dass Ihre Torjägerinnen Annika Schmid und Iris Cartarius bei einem Bundesliga-Angebot schwach werden?

Griesmeier: Es wäre verständlich, wenn sie angesichts ihrer Klasse in die erste Liga wechseln würden. Aber wir wollen natürlich beide halten. Ich bin guter Dinge, dass mindestens eine von ihnen bei uns bleibt. Doch auch die anderen Spielerinnen dürfen wir nicht vergessen. So bilden etwa Patricia Stefani und Anna-Lena Artschwager eine Achse im Spielaufbau, die elemantar wichtig ist. Und Rechtsaußen Milena Rösler ist deutlich effektiver geworden.

Nach Aussagen der Spielerinnen hängt es auch von der Entwicklung im Metzinger Umfeld ab, ob sie bei der TuS bleiben.

Griesmeier: Es gibt noch viele Baustellen, die abgearbeitet werden müssen. Aber wir haben im Umfeld ein sehr engagiertes Team, das alles dafür tut, damit die TuS mittelfristig die Rahmenbedingungen hat, um in die erste Liga aufzusteigen. Zunächst muss es uns gelingen, den Kreis der Helfer auszubauen.

Gegen Nellingen hat die TuS das Hinspiel gewonnen. Ein Punktverlust am Samstag wäre ein Rückschlag.

Griesmeier: Wir wollen in die Play-off-Runde und müssen diesen Erwartungen gerecht werden. Dieses Spiel ist die richtig große Herausforderung. Die tolle Abwehrleistung gegen Weibern darf keine Eintagsfliege gewesen sein. (GEA)



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