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Das wichtige Signal der Anna-Lena Artschwager

Das wichtige Signal der Anna-Lena Artschwager

Frauenhandball - Die TuS Metzingen verfolgt offensiv ehrgeizige Ziele: Bundesliga und ein Leistungssportzentrum

VON GABRIELA THOMA
»Metzingen ist die Mitte von Baden-Württemberg.« Ehrgeizig-bestimmt, aber nicht arrogant steht der neue, ursprünglich nur flapsig gemeinte Werbespruch der Zweitliga-Handballerinnen der TuS Metzingen seit Freitagnachmittag im Raum. Er wurde kreiert, als die erst 19 Jahre alte, aber talentierte Aufbauspielerin Anna-Lena Artschwager in der Kelternstadt ihre Unterschrift unter die vorzeitige Vertrags-Verlängerung bei der TuS Metzingen setzte. Damit setzte sie zugleich ein Zeichen.   
Ihr frühes Einverständnis, sich als umworbene Junioren-Nationalspielerin bereits jetzt für die neue Saison 2008/2009 an die Ermstälerinnen zu binden, soll ein wichtiges Signal sein. Nicht nur für ihre Mannschaftskameradinnen, sich ebenfalls früh zu entscheiden, sondern auch für das Umfeld. »Wir haben die mittel- und langfristige Zielsetzung, mit unseren Frauen in die erste Liga aufzusteigen und uns dort dann auch als Nummer eins in Württemberg zu etablieren«,« erklärte Andreas Baumgärtner.

Der Abteilungsleiter TuS Handball Bundesliga Frauen ist davon überzeugt, dass dies gerade deshalb ein machbares Ziel ist, weil man in Metzingen dafür die Voraussetzungen hat. Daher ist er - wie berichtet - sogar schon in Sondierungsgesprächen mit den aktuellen wie ehemaligen TuS-Spielerinnen, die er als Identifikationsfiguren in unmittelbarer Zukunft halten, beziehungsweise zurückholen möchte. »Wenn wir alle Spielerinnen, die hier bei uns groß geworden sind, wieder hätten, dann hätten wir schon jetzt ein ganz starkes Bundesliga-Team.«

Allerdings sieht er gemeinsam mit Trainer Jochen Griesmeier auch in der Region ein großes Potenzial an talentierten Handball-Mädchen, weshalb sich die TuS-Macher längst mit aller Energie daran gemacht haben, die Jugendarbeit vor Ort noch stärker zu forcieren.

Baumgärtner: »Wir wollen das württembergische Leistungssportzentrum für den Mädchen-Handball werden und dann immer frühzeitig talentierte Spielerinnen an uns binden.« Was Göppingen für die Jungs ist, soll Metzingen also bald schon für den weiblichen Nachwuchs sein. »Das sind aber nicht nur Konzepte, sondern wir werden das auch sicher hier umsetzen«, sagte der Abteilungsleiter im Brustton der Überzeugung.

Symptomatisch für all das steht zunächst aber erst einmal Anna-Lena Artschwager. »Sie ist ein Prototyp für uns«, sagt Jochen Griesmeier über seinen Schützling. Der Trainer, der vom 1. Juli an auch Sportlicher Leiter der TuS-Handballabteilung wird, sieht in der angehenden Abiturientin aus Hildrizhausen bei Holzgerlingen eine zwar noch junge, so aber doch »starke Persönlichkeit, die mit ihren handballerischen Voraussetzungen - einem unheimlich dynamischen und technisch versierten Tempospiel - voll in die Metzinger Philosophie passt«.

Die Spielmacherin, die zum Ende der vergangenen Saison wegen der fehlerhaften Übertragung ihrer Passdaten in einige Spielberichtsbögen zu Unrecht im Fokus der Öffentlichkeit stand, weil den TuS-Frauen aufgrund dessen der sportlich erreichte Aufstieg verwehrt wurde, hat nur eines im Sinn: »Ich will mich bei der TuS weiterentwickeln und kann das auch, weil ich hier viele Einsatzzeiten bekomme.«

Zugleich möchte sie sich jetzt in der Juniorinnen-Nationalmannschaft für die WM-Qualifikationsspiele an Ostern empfehlen und ihre Karriere dann mal mit einer Berufung in die A-Nationalmannschaft krönen. Auf dem Weg dorthin will der Teenager aber erst einmal heute Abend (19.30 Uhr) gegen den württembergischen Rivalen TV Nellingen in der Öschhalle erst auftrumpfen. (GEA)


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