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Wechsel von Cartarius tut weh
Handball-TuSsies treten beim Letzten an

ALEXANDER MAREIS - 05.04.2008

ALEXANDER MAREIS - 05.04.2008

Eigentlich ist die DJK Marpingen kein ernst zu nehmender Gegner. Eigentlich. Doch wie hat die TuS den Wechsel von Iris Cartarius verkraftet?

TuS-Trainer Griesmeier hat der Wechsel von Iris Cartarius überhaupt nicht gefallen
Betretene Gesichter sah man am Mittwochabend bei den Verantwortlichen der Zweitliga-Handballerinnen der TuS Metzingen, als im Rahmen einer kleinen Pressekonferenz der Abgang von Leistungsträgerin Iris Cartarius zum VfL Sindelfingen (wir berichteten) verkündet wurde. Die 25-Jährige ist - gemessen an den reinen Feldtoren - die erfolgreichste Torjägerin der 2. Bundesliga - und dies nicht nur in der Südstaffel. Auch die 2. Liga Nord weist keine bessere Schützin auf.

Schon seit Wochen munkelte man, dass Cartarius wohl im Ermstal nicht zu halten sein würde, doch bis zuletzt hoffte TuS-Abteilungsleiter Andreas Baumgärtner, dank seiner Überredungskünste noch eine Wende zu erzwingen.


Wenn seine "TuSsies" nicht doch noch die Playoffs erreichen, welche für den Tabellenfünften weiterhin in Reichweite liegen, dann bestreitet Iris Cartarius am Samstag (20 Uhr) in Marpingen ihr drittletztes Pflichtspiel im gelb-schwarzen Trikot.

Und dies bei einem Gegner, der normalerweise allein schon vor einem Hochkaräter wie Cartarius kapitulieren müsste, weil sich die DJK Marpingen bislang als absolutes Kanonenfutter als Neuling in der 2. Liga Süd präsentierte. Die Bilanz der Saarländerinnen ist verheerend: 19 Spiele, 18 Niederlagen und 429:617 Tore.

Im Hinspiel gab es in der Metzinger Öschhalle eine 18:37-Klatsche. Doch Vorsicht: Die DJK hat seit dem letzten Spieltag vielleicht Aufwind bekommen, erlebte man doch ein vollkommen neues Gefühl. Auswärts bei der TSG Ober-Eschbach, die auf die Zweitligalizenz für die neue Runde freiwillig verzichtet und ebenso wie das abgeschlagene Marpingen bereits jetzt schon als künftiger Regionalligist feststeht, gelang ein überraschendes 25:25-Remis.

"Marpingen ist zumindest kampfstark. Ein überhebliches Auftreten unsererseits im Saarland ist daher keinesfalls angebracht", warnt TuS-Trainer Jochen Griesmeier vor der vermeintlichen Kaffeefahrt.

"Außerdem dürfen wir uns keinen Punktverlust mehr erlauben. Jede Art von Schlamperei wäre fahrlässig. Wir benötigen drei Siege aus den restlichen drei Partien, um vielleicht doch noch die Playoffs zu erreichen, dabei müssen wir darauf hoffen, dass Bensheim noch zwei Zähler abgibt" macht der Metzinger Übungsleiter klar.

Ob seine Spielerinnen nach dem jetzt definitiv feststehenden Abgang der Leitfigur Cartarius in Marpingen den Kopf frei bekommen, steht natürlich in den Sternen.

Fraglich sind die Einsätze von Rachel Wilhelm (Knieblessur), die gegen ihren Ex-Klub DJK Marpingen besonders gerne mitmischen würde und von Torfrau Anika Kuhlmann, welche mit ihrem operierten Knie (wurde dick) ein Malheur hat.

Angeschlagen ist auch Patricia Stefani, während Carolin Lingner und Anna-Lena Artschwager ausfallen. "Wir müssen uns ganz auf den Handball konzentrieren und an die Leistung von Zwickau anknüpfen", so Griesmeier abschließend.



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Jochen Griesmeier

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